Ein trauriger Liebesbrief

Wie viel Tränen kann ein einzelner Mensch aushalten? Wenn Du in einem tiefen Loch bist, wo du nicht alleine rauskommst, auf wen kannst du zählen? Verlasse Dich dabei nicht auf die falschen Menschen.
Ich habe letzte Woche versucht, deine Fotos abzuhängen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das bricht. Ich saß in meinem Zimmer und konnte nicht atmen. Ich habe noch nie einen solchen Schmerz in mir gespürt. Ein Schmerz, den ich mit Nichts lindern konnte. Ich saß vor meiner Haustür, weil ich nicht in mein Zimmer gehen konnte. Ich brauchte jemanden, der mich beruhigt, damit ich reingehen kann. Ich gehe nur noch schlafen, weil ich so erschöpft bin vom Weinen. Ich gehe nicht mehr gerne nach Hause.
Heute habe ich deine Fotos wieder aufgehängt. Ich kann nicht ohne dich. Ich habe mir Fotos ausgedruckt, die dich ersetzen sollten. Niemand kann das. Keiner kann diesen Platz in meinem Herzen einnehmen. Es scheint als wäre er nur für dich gebaut. Jedenfalls beruhigen deine Fotos mich ein wenig. Paradox. Dabei nehmen sie mir die Luft zum Atmen. Manchmal ist das, was einem gut tun, eben nicht das, was Heilung verspricht. Ich kann spüren, wie mich der Anblick mit Schmerz erfüllt. Wie eine Träne auf meine Schreibtischunterlage tropft während ich diesen Eintrag verfasse. Eigentlich wollte ich neue Kraft schöpfen. Ich dachte, das ich das tun werde. Aber das einzige Problem hier bin ich selber. Ich habe mich selbst verloren und mit dir habe ich auch mein letztes Teil verloren. Die Kraft, die Teile wiederzufinden, kann ich nicht alleine aufbringen. Ich brauche dich. Ich liebe dich. So sehr, dass es weh tut.

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Schmerz verlangt gespürt zu werden

That’s the thing about pain. It demands to be felt.

(The fault in our Stars, John Green)

Ich vermisse dich. Schrecklich. Ich bin einem so tiefen Loch, ich weiß nicht, wie ich da jemals wieder rauskomme. Ich möchte nach Hause, ich möchte in deine Arme, ich möchte deine Stimme hören. Ich möchte bei dir sein, ich möchte dich riechen, ich möchte deine Hand halten. Ich möchte dich sehen, ich möchte dich umarmen, ich möchte dich halten.

Falsche Worte

Wie soll ich anfangen, wie erkläre ich mich, wie höre ich auf? Gibt es Worte, die mir helfen, meine Gefühle zu beschreiben? Gibt es die richtigen oder falschen Worte? Die Macht von Worten ist immens. Was dem ganzen dann gefährlich entgegensteht sind die Emotionen. Lässt du dich durch sie leiten, können Worte aus dir herauspurzeln, die andere strahlen lassen. Oder eben auch zutiefst verletzen.
Wenn wir einen Blick auf den Duden werfen, das vermeintlich größte Wörterbuch, finden wir verschiedene Definitionen für das Wort, was übrigens vom Geschlecht neutrum ist. Schon seltsam, dass das Wort neutral ist, wo es doch so viel unterschiedliches auslösen kann. Jedes Wort ruft in unserem Gehirn eine Assoziation vor. Löst Gefühle in uns aus. Denken wir bspw. an das Wort „Sonne“. Wohl kaum jemand wird hierbei traurig, sondern eher gut gelaunt. Auf der anderen Seite können wir als Pendant „Regen“ nehmen. Ein Wort, das ist die „kleinste selbststädnige sprachliche Einheit von Lautung und Inhalt bzw. Bedeutung“. Es ist „etwas, was jemand als Ausdruck seiner Gedanken, Gefühle o. Ä. zusammenhängend äußert“. Aber hörst du von jemanden die Worte „ich liebe dich“ ist das wohl das schönste und zugleich größte Gefühl, was du haben kannst. Obwohl hier nur drei kleinste Einheiten aneinander gereiht werden. Denk an die Gefühle, wenn dir jemand sagt, wie wichtig er dir ist, wie sehr er dich mag, dass du ihm ein sehr guter Freund bist.
Manchmal aber, da bist du verletzt oder wirst verletzt. Und die Worte können dich so tief treffen, dass dein Herz bricht. Oder dass du dadurch jemand anderen das Herz brichst. Du kannst jemanden den Halt unter den Füßen nehmen oder er wird dir genommen. Und irgendjemand fällt in ein Loch, wo er dachte, er wäre hinaus gekommen. Hier können Worte manchmal nicht mehr helfen. Nur was machen wir dann, wenn Worte nicht mehr das retten können, was sie zerstört haben?

Klischees

Ich finde Klischees witzig. Keiner möchte sie erfüllen, um so langweilig zu sein wie alle anderen. Trotzdem möchte keiner anders sein als die anderen.  Ich gebe offenherzig zu, ich bin total in Klischees gefangen. Als ich anfing, mein neues Leben aufzubauen und die Kraft hatte, Teile meines alten Lebens zurückzulassen, um auf eigenen Beinen zu stehen, bin ich direkt in das erste Klischee getappt. Einer Trennung folgt eine Veränderung. Ich fing an, mir andere Kleidung anzuschauen, andere Kleidung zu tragen. Plötzlich kaufte ich Röcke und Kleider. Ich hatte Lust, mich als Frau zu zeigen. Ich trage offene Schuhe. Ich habe was anderes als Jeanshosen gekauft. Ich habe meine Ohrstecker durch Kreolen ersetzt. Heute morgen habe ich dann das Super-Klischee erfüllt. Ich bin zum Friseur gegangen und habe meine Frisur geändert, nicht dramatisch, aber für mich schon auffällig (meine männlichen Freunde werden das wahrscheinlich gar nicht bemerken.. (schon wieder ein Klischee)..). Und ja, ich habe das gemacht, weil ich nach meiner Trennung eine Veränderung brauchte. Ich bin nicht mehr die Frau (ich finde es seltsam von mir selber als Frau zu sprechen, weil ich mich noch gar nicht so reif fühle) oder das Mädchen, was fast vier Jahre in einer Beziehung war. Und tatsächlich fühle ich mich jetzt besser. Als ob dieses Klischee mir tatsächlich hilft, die Trennung zu überwinden. Für heute konnte ich mehr Motivation sammeln, mir und meiner Seele was Gutes tun. Heute ist der Schmerz nicht mehr ganz so schlimm, heute fühle ich mich nicht so gebrochen wie die restlichen Tage. Danke Klischee, dass du meinen Tag aufgehellt hast.

Sleep in your arms

Es ist noch gar nicht lang her, da wollten wir beide noch mehr.

Wir wollten zusammen eine Zukunft aufbauen, uns zusammen was trauen.

Doch jetzt sitzt ich hier ohne dich, und du bist irgendwo ohne mich.

Ich sitze hier, fühle nichts außer den Schmerz, der ganz tief sitzt in meinem Herz.

Ich verliere mich in meinen Gedanken, sie schwirren um mich wie Ranken.

Sie bestimmen mich, sie halten mich zurück.

Sie fesseln mich, sie machen mich verrückt.

Das ist ein Abschiedsbrief an dich, den dein Vetrauen in mich wich.

Unvorhersehbar konnte ich nicht mehr klar denken, ich wollte dich nur nicht kränken.

Ehrlich habe ich mich ausgezogen, keine Worte mehr gefunden.

Dort wo ich reden sollte, schwieg ich.

Dort wo ich dich halten sollte, ließ ich dich los.

Dort wo ich was sagen sollte, verletztest du mich.

Dann, als ich reden wollte, schwiegst du.

Dann, als ich dich halten wollte, ließt du mich los.

Dann, als ich was sagen wollte, warst du nicht mehr da.

Und nun sitze ich hier und frage mich, was soll die ganze Reimerei,

ich bin doch kein Dichter, davon resultiert nur Zögerei.

Die Worte fließen nicht, wie ich möchte,

sie werden nur zunichte.

Ich kann nicht atmen, ich kriege keine Luft.

Vielleicht vermisse ich Dich oder nur deinen Duft.

Vielleicht vermisse ich nicht Dich, sondern Deine Arme um mich.

Vielleicht vermisse ich nicht Dich, sondern Deine Wärme.

Vielleicht vermisse ich nicht Dich, sondern Deine Gegenwart.

Vielleicht vermisse ich nicht Dich, sondern Deine Küsse.

Vielleicht vermisse ich nicht Dich, sondern Deine Hand zu halten.

Vielleicht vermisse ich nicht Dich, sondern das Gefühl, gebraucht zu werden.

Ich vermisse Dich nicht, ich vermisse meinen Besten Freund.

Ich vermisse Dich nicht, ich vermisse meine Bezugsperson.

Irgendwann kam ich einfach zu kurz, und das kam wie ein Sturz.

Irgendwann habe ich mich nicht mehr wiedererkannt, ich bin einfach gerannt.

Irgendwann habe ich mich verrannt und du hast keinen Grund genannt.

Irgendwann bin ich aufgewacht und hab‘ an ein Ende gedacht.

Irgendwann war ich so verloren, ich war einfach wie gefroren.

Irgendwann konnte ich  mich nicht mehr bewegen, nur ein Schatten von Traurigkeit hat mich umgeben.

Ja, ich vermisse Dich. Schrecklich. Mit jeder Faser meines Körpers. Täglich. Stündlich. Sekündlich. Aber weißt du was?

Ja, ich vermisse Mich. Ich erkenne Mich nicht wieder. Du hast einen Teil von Mir genommen, der irgendwo schwebt und wieder eingefangen werden muss.

Ja, ich vermisse Dich, aber genauso vermisse ich Mich.

Es tut mir Leid, dass ich nicht die Kraft habe, uns beide aufzufangen.

Es tut mir Leid, dass ich dir all das nicht persönlich sagen darf.

Es tut mir Leid, dass wir uns verloren haben.

Es tut mir Leid, dass wir beide durch einen solchen Schmerz gehen müssen.

Dies ist ein Abschiedsbrief an Dich.

Und dies ist ein Weckruf an Mich.

Der Weg zu mir selbst

Hallo Blog-Community! Ich bin eine lebhafte Studentin aus Süddeutschland, die gerade wieder auf der Suche nach Ihrerselbst ist. Zwischen Umzug quer durch Deutschland, neuer Freunde, neuer Eindrücke und einer Trennung von meiner ersten Liebe, habe ich mich selbst verloren. Ich habe bereits früher Internetblogs als „öffentliches“ Tagebuch genutzt, aber teile auch einfach gerne meine Gedanken und Gefühle über bestimmte Themen. Ich freue mich natürlich über alle Anmerkungen oder Vorschläge. Ich strebe mit meinem Blog nicht danach, 100k Follower zu erhalten, sondern eher, dass ich mich selbst wieder finde. Dieser Blog wird (hoffentlich) nicht in Selbstmitleid verfallen, weil das möchte ich auch selbst nicht von mir. Wenn jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, darf er oder sie sich gerne dazu äußern, ich freue mich über jeglichen Meinungsaustausch. Ich bin Hobbybloggerin, weiß, dass mein Wortschatz oft nicht professionell, sondern ziemlich emotional geprägt ist. Ich benutze gerne Metaphern und andere (idiotische) Stilmittel. Ich muss mich erstmal wieder in das HTML Konzept reinfuchsen und mir wieder meine Pinterest-Bilder-Sammlung präsent machen. Verzeiht es mir (wenn überhaupt jemand mitliest..irgendwann..), wenn die Einträge noch nicht von unschlagbarer Kreativität gefüllt sind, alles muss sich steigern können. Kurz um: Ich mag gerne schreiben und es befreit mich von (hässlichen) Gedanken. Daher mein Motto: Selbst ist die Frau oder auch Just Listen.